Romi Crawford
Romi Crawford ist Pädagogin und Autorin. Sie interessiert sich für die Entstehung von Wissen im Prozess des künstlerischen Arbeitens und befasst sich mit einer responsiven, kollaborativen, regenerativen und vor allem lebendigen Kunstgeschichtsschreibung, die oft experimentelle Formen annimmt. Ihre wissenschaftlichen und kuratorischen Projekte untersuchen häufig historische Beispiele kollektiven Kunstschaffens und sind grundsätzlich kollaborativ und generationenübergreifend angelegt. Crawford befasst sich mit künstlerischen Methoden und Strategien, die aus ungleichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen, und untersucht, wie solche Umstände neue Genres, Produktionsformen und Strukturen hervorbringen, etwa improvisierte und außer-institutionelle Formate. Crawfords Forschungsarbeit zu pädagogischen Aktivitäten, die in den Kunstpraktiken der 1960er und 70er Jahre verankert sind, veranlasste sie zur Gründung der Black Arts Movement School Modality und der New Art School Modality. Crawford ist Professorin an der School of the Art Institute of Chicago Herausgeberin von The Studio Museum in Harlem: A History (Yale University Press, 2026).